Jul
28
20

3 Tipps für die Wahl des Brautkleids (aus der Sicht des Fotografen)

Im Folgenden möchte ich euch Tipps für die Wahl eures Hochzeitskleides geben, da ich weiß, dass der Kauf des Kleids für viele Bräute eins der wichtigsten Dinge ist (neben der Wahl des Hochzeitsfotografen natürlich ;D ). Es ist nicht nur der Kauf selbst, das Anprobieren, die ersten Tränen in den Augen der Mama oder der besten Freundin, sondern auch die Tatsache, dass das Brautkleid im besten Fall euch und euer Wesen widerspiegeln soll. Das soll heißen: seid ihr eher der klassische Typ oder der alternative Typ? Mögt ihr es lieber sehr körperbetont oder bequem? Soll es neu sein, Second Hand oder sogar selbst gemacht? Ausladend oder schlicht? Die Auswahl ist unendlich. Aber um dieser Frage näher zu kommen, hier zunächst ein paar pragmatischere Tipps, bevor es an die Umsetzung geht. 

1. Bewegungsfreiheit 

Um Unzufriedenheit zu vermeiden, versucht euch so einzukleiden, dass nichts quetscht oder drückt, dass ihr euch gut bewegen könnt und euch wohl fühlt, sonst ist der Stress meist schon vorprogrammiert. Achtet vor allem darauf, dass das Kleid nicht nur im Stillstand vor dem Spiegel gut aussieht, sondern vor allem auch in Bewegung. Solltet ihr bei euren Hochzeitsfotos wert darauf legen, dass diese authentisch und lebendig sind, wird es wahrscheinlich passieren, dass eurer Hochzeitsfotograf darum bittet, euch zu bewegen. In diesem Fall ist es von Vorteil, wenn ihr euch auch in Bewegung nicht eingeengt oder unwohl fühlt oder ständig an einem Zipfel eures Kleids ziehen müsst, damit es wieder richtig sitzt. Bewegung hingegen wird euch unbeschwert und frei machen, und das sieht man den Fotos an. 

2. Rundum-Ansicht 

Sicherlich werdet ihr euch die meiste Zeit von vorne im Spiegel sehen, aber ich möchte euch auch dazu ermutigen, andere Stellen eures Kleids zum Hingucker zu machen. Ich habe im Laufe der Zeit schon so viele wahnsinnig schöne Kleider gesehen, die erst beim zweiten Blick ihre wahre Schönheit entfaltet haben. 

Besonders für Frauen, die sonst nicht so gerne im Mittelpunkt stehen oder sich am Hochzeitstag irgendwie „verkleidet“ fühlen, weil sie sonst nie Kleider tragen (und vor allem nicht solche!), ist das eine gute Möglichkeit, einem zunächst schlichten Kleid einen besonderen Reiz zu verleihen. Und wenn es nicht der Rücken ist, ist es vielleicht ein Schlitz am Bein oder eure Schultern, oder ein tiefer Ausschnitt. Fokussiert euch auf eine Sache, die ihr an euch mögt und versucht, diese zu betonen, egal, ob vorne oder hinten, oben oder unten. Denkt dran, dass die Reportage den überwiegenden Teil eurer Hochzeitsfotos ausmachen wird, und dabei wird ohnehin jede Seite von euch mal im Vordergrund stehen, nicht nur die Vorderseite. 

3. Die falsche Perfektion 

Versteht mich hier bitte nicht falsch. Ich bin die Letzte, die ich euch das Gefühl geben möchte, dass ihr irgendwie nicht richtig seid oder dass bestimmte Stellen an euch versteckt werden sollten. Es ist eher der Eindruck, den ich über die Jahre gewonnen habe, dass die Braut ausgerechnet an dem Tag, wo jeder Mensch sie von ihrer schönsten Seite und mit ihrem strahlendsten Lächeln sehen sollte, sich mehr Gedanken darum macht, was an ihr nicht perfekt sein könnte als über das, was an ihr umwerfend ist. Ich habe nie, und damit meine ich wirklich nie, eine Braut gesehen, die nicht wunderschön aussah. Mich macht diese falsch verstandene Perfektion sehr traurig, weil es ausgerechnet diese Unzufriedenheit oder Unsicherheit ist, die am Ende dafür sorgen wird, dass sich genau dieses Gefühl auch auf die Hochzeitsfotos überträgt. Ja, es ist vielleicht ein Spruch, an den keiner mehr glaubt, aber ich glaube fest daran, dass euer echtes Lächeln das schönste ist, was ihr an eurem Hochzeitstag tragen könnt. Selbst wenn ihr euch in ein Bettlaken hüllt 😉  

Und nun viel Spaß bei der Auswahl eures Kleids! 

Eure Christine 

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